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Kategorie : Komiker

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Atze Schröder   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Thomas Schröder, genannt Atze Schröder (* 27. September 1965 in Emsdetten), ist der Künstlername eines deutschen Komikers.
Schröder machte zunächst eine Ausbildung zum Tanzlehrer und begann ein Studium der Soziologie. 1982 war er deutscher A-Jugend Meister im Geräteturnen. Ab 1995 trat er als Entertainer auf deutschen Kleinkunstbühnen auf. Als Komiker trat er u.a. im Schmidt-Theater in Hamburg und beim Köln Comedy Festival auf, worauf er erfolgreich auf Deutschland-Tournee ging. Die Figur des "Atze Schröder" verkörperte er im Fernsehen das erste Mal in der RTL-Comedy-Talkshow T.V. Kaiser. National bekannt wurde er ab 1999 mit seiner Fernsehsendung Alles Atze (RTL) und durch Stand-up-Comedy-Auftritte im Quatsch Comedy Club (ProSieben). Im Kinofilm 7 Zwerge (2004) mit Otto Waalkes spielt er einen Hofnarren. Schröder repräsentiert einen Humor mit Hintergrund, der sich in Deutschland allerdings einer großen Beliebtheit erfreut. Atze Schröder bezeichnet sich selbst als größten Porsche-Fan der Welt. Sein bekanntester Ausspruch ist: "Ja nee, is klar".
( Stimmen : 6   Bewertung : 2.50   Eingetragen am : 22-11-2005-18:11 )
 
Helge Schneider   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Leben Helge Schneider wurde am 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren. Bis heute sind seine Werke eng verbunden mit seiner Geburtsstadt und ihrer Umgebung, dem Ruhrgebiet. Schon in Schneiders früher Kindheit wird sein musikalisches Talent, vor allem seine Begabung für das Klavierspiel deutlich: Mit fünf Jahren beginnt er mit dem Klavier- und mit sieben Jahren mit dem Cellospiel. Ebenso früh zeigen sich seine Ambitionen als Kabarettist: Er will, „[a]uf der Bühne stehen, Clown sein und Musik machen.“ Anfänglich ein guter Schüler, besonders in Latein, verliert Schneider, nachdem er Marihuana zu rauchen begonnen hat, bald jedes Interesse an der schulischen Laufbahn und bricht diese ohne Abschluss ab, um eine Lehre als Bauzeichner zu beginnen. 1972 beginnt er nach einer Sonderbegabtenprüfung das Pianostudium am Duisburger Konservatorium, welches er bald darauf ebenfalls abbricht, weil er sein Hauptanliegen, den Jazz, hier nicht befriedigend praktizieren kann. In der folgenden Zeit versucht er sich erfolglos in verschiedenen Berufen wie Landschaftsgärtner, Dekorateur, Tierpfleger, Bauzeichner und Polsterer. Ab 1977 ist Helge Scheider ausschließlich künstlerisch tätig: Er verdient seinen Unterhalt mit verschiedenen Bandprojekten (Schneider/Weiss Duo aka El Snyder & Charly McWhite), Kompositionsaufträgen, als Stummfilmbegleiter und als Schauspieler (u. a. mit Christoph Schlingensief). In diesen Jahren entwickelt er die Grundlagen seines musikalischen Stils und eignet sich große Bühnenerfahrung an. 1985 bis 1991 ist Schneider Ko-Moderator neben Evi Seibert und Reinhold Beckmann in der TV-Musik-Sendung Offshow des WDR, in der er kleine Sketche zeigt und Musiker interviewt. In der Sendung „Queens Palace“ des Hessischen Rundfunks tritt er mit Sketchen auf, teilweise begleitet von Hans-Werner Olm. 1989 veröffentlicht Helge Schneider seinen ersten Tonträger, „Seine größten Erfolge“. Bundesweit bekannt wird er ab 1990 durch seine Auftritte, einer Mischung aus absurden Geschichten und parodistischer Schlager- und Jazzmusik. 1992 gelingt ihm der kommerzielle Durchbruch mit seinem fünften Album, „Guten Tach“. Seitdem erfreut sich seine kabarettistische Kunst an immer größerer Beliebtheit und er veröffentlicht mehrere Filme. Als 1993 sein Stück „Katzeklo“ in die Charts gelangt, macht Schneider endgültig den Sprung vom symptomatisch klammen Außenseiter zum erfolgreichen Entertainer und Künstler. Bis heute veröffentlichte Schneider mit nahezu ungebrochenem Erfolg viele Alben, Filme und Bücher. Helge Schneider war mehrere Jahre verheiratet und hat mit drei verschiedenen Frauen insgesamt drei leibliche und ein adoptiertes Kind.
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-18:10 )
 
Stefan Raab   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
ein deutscher Showmaster, Entertainer und Musikproduzent.
Stefan Konrad Raab (* 20. Oktober 1966 in Köln) ist ein deutscher Showmaster, Entertainer und Musikproduzent. Stefan Raab wurde als Sohn einer katholischen Metzgerfamilie in Köln geboren. Der Betrieb der Eltern war ein angesehenes Unternehmen im südlichen Kölner Stadtteil Sülz. Dort war er in seiner Kindheit in der Pfarrgemeinde St. Nikolaus auch Messdiener und wollte später sogar selbst Pfarrer werden. Raab hat eine Schwester, Monika, die als Kostümbildnerin arbeitet. Nachdem Stefan Raab seine Abiturprüfung 1986 am von Jesuiten geleiteten Aloisiuskolleg in Bad Godesberg bestanden hatte, leistete er 1986/1987 seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr ab (Flugbereitschaft BMVg in Köln-Wahn). Im Anschluss studierte er fünf Semester Jura in Köln und Bielefeld und absolvierte parallel eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb, die er mit der Note 'sehr gut' als Bezirksbester abschloss
( Stimmen : 3   Bewertung : 6.67   Eingetragen am : 22-11-2005-18:08 )
 
Bastian Pastewka   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Biografie Bastian Pastewka wurde als Sohn einer Grundschullehrerin und eines Agraringenieurs geboren. Er wuchs als Einzelkind in Bonn auf, wo er 1991 sein Abitur machte und nach dem Zivildienst Pädagogik, Germanistik und Soziologie studierte, ohne das Studium mit einem Abschluss im Jahre 1993 zu beenden. Während des Studiums gründete er 1992 mit Bernhard Hoëcker, Keirut Wenzel und Oliver Bröker die Comedy Crocodiles. Im Radio und vor der Kamera sammelte er weitere Erfahrung, bis er 1996 zur SAT.1-Wochenshow kam, die ihn berühmt machte. Seine bekannteste Rolle dieser Comedyshow ist die Figur des Brisko Schneider, eine schwule Parodie auf das Erotikmagazin Peep. Als Brisko bekam er 1999 auch eine eigene Show, die kurzlebige Briskos Jahrhundert-Show. Im Juni 2001 stieg er aus der Wochenshow aus. Im September 2002 war er erfolgreich mit Olli Dittrich zusammen auf einer Comedy-Tour durch Deutschland. Zuletzt sah man ihn in der deutschen Kinokomödie Der Wixxer. Heute tritt er des Öfteren in der SAT.1-Show Genial daneben auf. Er hatte eine Serie auf RTL mit dem Titel Ohne Worte, weil Pastewka seine Sketche rein pantomimisch spielt. Auf RTL lief auch seine Reihe Pastewka in ..., in der er Länder wie Indien, Japan, Russland oder Mexiko bereist. Seit dem 9. September 2005 ist er mit seiner neuen Sendung Pastewka auf SAT.1 zu sehen, in der er sich selbst spielt. Außerdem konnte man ihn in den letzen Jahren öfters in verschiedenen Animationsfilmen hören. Dort gab er bestimmten Figuren seine Stimme, wie z. B. die Stimme des Melman der im Juli 2005 erschienenen Dreamworks-Produktion Madagascar.
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-18:06 )
 
Ingo Oschmann   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
ein deutscher Comedian und TV-Entertainer
Ingo Oschmann (*3. August 1969 in Bielefeld) ist ein deutscher Comedian und TV-Entertainer. Seine ersten Erfolge feierte er beim Gewinn des Swiss Casino Comedy Award 2001, der ihm für seine Auftritte als Comedian und Kabarettist verliehen wurde. 2003 gewann er die erste Staffel des deutschen Star Search in der Kategorie Comedy. Als Gewinn hierfür bekam Ingo Oschmann seine eigene TV-Show „Wenn Sie lachen, ist es Oschmann“. Ingo Oschmann moderiert die Fernsehsendung "Die Witzigsten Werbespots der Welt" auf SAT 1 (Kirchmedia). Außerdem veranstaltet er monatlich die Figaro Comedy Show in seiner Heimatstadt Bielefeld. Dort stehen sowohl Profis als auch Newcomer aus den Bereichen Comedy und Kleinkunst auf der Bühne des wohl "haarmonischsten" Friseursalons Bielefelds und probieren Neues und Altbewährtes aus ihrem Repertoire aus.
( Stimmen : 3   Bewertung : 7.00   Eingetragen am : 22-11-2005-18:05 )
 
Mirco Nontschew   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Mirco Nontschew (* 29. Oktober 1969 in Berlin) ist ein deutscher Komiker. Er wurde durch die Sendung RTL Samstag Nacht bekannt. Besonders speziell an seinen Auftritten ist seine Fähigkeit Geräusche und Töne zu imitieren
Mirco Nontschew (* 29. Oktober 1969 in Berlin) ist ein deutscher Komiker. Er wurde durch die Sendung RTL Samstag Nacht bekannt. Besonders speziell an seinen Auftritten ist seine Fähigkeit Geräusche und Töne zu imitieren. Sein Vater ist Jazzmusiker und seine Mutter Journalistin. Er lernte auf Wunsch seiner Eltern den Beruf Zahntechniker. Mit 18 Jahren ging er nach Westdeutschland und brachte es dank seiner musikalischen Talente (er spielt: Schlagzeug und Klavier) zu RTL. Er bekam 2001 bei Sat.1 seine eigene Comedy-Show "Mircomania", in der er mit Janine Kunze zu sehen war. 2004 spielte er als einer der sieben Zwerge - Tschakko - beim deutschen Kinofilm "7 Zwerge – Männer allein im Wald" mit. Ebenfalls seit 2004 stellt er den Rastaman in der expedia.de-Werbung dar. Seit Anfang 2005 ist er Stammgast beim Improvisationscomedy "Frei Schnauze" auf RTL. Er ist auch in dem 2005 erschienenen Film Siegfried als italienischer Auftragskiller Joseppe dabei.
( Stimmen : 7   Bewertung : 7.57   Eingetragen am : 22-11-2005-18:03 )
 
Michael Mittermeier   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Michael Mittermeier (*3. April 1966 in Dorfen/Bayern) ist ein bayerischer Komiker, der aber in seinen Programmen auch viele Elemente des klassischen Kabaretts verwendet
Initialzündung Mittermeier ist seit seiner Jugend bekennender Fan von U2. Bei einem Konzert in der Olympia-Halle in München am 21. Juli 1987 steht er in der ersten Reihe und erlebt "hautnah", wie Bono Probleme mit der Gitarre bekommt. Als Bono das Publikum fragt, ob jemand Gitarre spielen könnte, meldet sich Mittermeier, wird von den Roadies auf die Bühne gezogen und spielt ein paar Takte mit seinem Idol Bono. Laut Mittermeiers eigener Aussage sei ihm in diesem Moment klargeworden, daß er ein Leben als Bühnenkünstler führen wird und daß nichts anderes mehr in Frage kommt. (Quelle: Fernsehporträt "Michael Mittermeier" von Jürgen Barto, produziert vom BR, 2004.) [Bearbeiten] Künstlerischer Werdegang Bekannt geworden durch sein Programm Zapped (1996) tourte er durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz und nahm an diversen Fernsehsendungen im Comedy-Bereich, aber auch bei „Wetten, dass..?“ teil. Die bekanntesten Teile von Zapped sind Parodien auf Werbungen von Yogurette und AOK sowie auf die Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Seine anderen Bühnenshows heißen Wahnsinnlich (1990), Back to Life (2002) und Paranoid (2004). Er machte den Begriff „Arschgeweih“ populär, und hatte Erfolg mit seiner Musiksingle Mittermeier vs. Guano Apes mit Kumba Yo! Michael Mittermeier tritt regelmäßig im „Quatsch Comedy Club“ in Berlin auf. Er spielte auf Englisch in New Yorker Comedy-Clubs (2004/2005). Am 2. Juli 2005 moderierte Mittermeier zusammen mit Anne Will die Veranstaltung zum Live8-Konzert in Berlin. [Bearbeiten] Ehrungen Grazer Kleinkunstvogel 1988 Prix Pantheon 1996 Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht Goldene Europa 1998 Kategorie Comedy Deutscher Comedypreis 1999 Bester Komiker (Publikumspreis) 2000 Bester Komiker (Publikumspreis) 2002 Beste Live-Comedy für "Back to life" 2004 Beste Live-Comedy Eins Live Krone (WDR – EinsLive Radioaward) 2000 Bester Comedian 2001 Bester Comedian ECHO 2001 Kategorie Comedy Schneestern von Arosa
( Stimmen : 2   Bewertung : 5.50   Eingetragen am : 22-11-2005-18:02 )
 
Markus Majowski   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Markus Majowski (* 29. April 1964 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Komiker.
Markus Majowski (* 29. April 1964 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Komiker. Der Sohn eines Cellisten der Berliner Philharmoniker absolvierte von 1983 bis 1987 die Schauspielschule Else Bongers in Berlin, wo er auch sein Theaterdebut gab. Parallel machte er auch eine Gesangsausbildung. Obwohl Majowski seit 1990 in Film und Fernsehen tätig ist, wurde er für ein breites Publikum erst durch das Werbefernsehen zu einer festen Größe: Seit 1997 verkörperte in zahlreichen Spots der Telekom den freundlichen und humorvollen Verkäufer T. Neumann. Darauf folgten vor allem Rollen im komischen Fach, sei es im Fernsehen (Höllische Nachbarn) oder im Film (7 Zwerge), aber auch tragische (Die rote Meile) oder ernste Rollen (als Assistent von Tatort-Kommissar Brinkmann). Seit 2002 ist Majowski überdies neben Ralf Schmitz und Mirja Boes in der SAT. 1 Comedy-Serie Die dreisten Drei zu sehen.
( Stimmen : 1   Bewertung : 1.00   Eingetragen am : 22-11-2005-18:00 )
 
Ingolf Lück   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Ingolf Lück (* 26. April 1958 in Bielefeld) ist ein deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian.
Ingolf Lück (* 26. April 1958 in Bielefeld) ist ein deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian. Nach seinem Abitur am Ratsgymnasium Bielefeld studierte Lück Germanistik, Philosophie und Pädagogik und spielte daneben beim FRAPP-Theater gemeinsam mit Andreas Liebold und Fritz Tietz Stücke wie „Der Klassenfeind“ von Nigel Williams oder „Und sie legten den Blumen Handschellen an“ von Fernando Arrabal. Mit Andreas Liebold gründete er außerdem die Zick-Zack-Theaterbande, ein Zirkustheaterprogramm für Kinder. Bekannt wurde Ingolf Lück mit der ARD-Musikvideosendung „Formel Eins“. 1986 spielte er die Hauptrolle in der Hacker-Komödie „Peng! Du bist tot“. In der „Wochenshow“, die zwischen 1996 und 2002 auf SAT.1 zu sehen war, war er sowohl Moderator als auch Darsteller von Sketchen. Die Floskel „Danke, Anke!“, die er als Antwort auf die Weitergabe „Zurück zu Lück“ der Co-Moderatorin Anke Engelke erwiderte, wurde zeitweise populär. Neben der Moderation war Lücks Rolle des „Frührentners und Visionärs“ Herbert Görgens fester Bestandteil der der „Wochenshow“. Als dieser stellte er einen Mann dar, der versuchte, mit Hilfe von TV-Beiträgen über seine unsinnigen Erfindungen bekannt zu werden. Sein potenzielles Publikum begrüßte er stets mit der Formel: "Jo, Hallo tach auch von mir aus hier an die Geräte zu Hause!". Anschließend grüßte er meist auch "die Ilse vom Sparmarkt" und seinen Nachbarn Heinz. Dem durch das Interview sichtlich genervten Reporter (dargestellt von Bastian Pastewka) stellte er am Ende stets die Frage: "Komm ich jetzt ins Fernsehen?!", worauf dieser antwortete: "Nein. Zurück zur Wochenshow!". Anschließend erhielt er weitere Aufträge für die Moderation von Sendungen der Pro7/Sat.1-Sender-Familie. So moderierte er in Pro7 eine Show, die in loser Folge die Top-100 eines bestimmten Themas (z. B. „Die 100 nervigsten Deutschen“, oder „Die 100 nervigsten Popsongs“) ermittelte. Für kurze Zeit leitete er die Show „FreiSpruch - Die Comedy-Jury“, die wöchentlich aktuelle Ereignisse humorvoll analysieren sollte, aber schon früh mangels Quoten abgesetzt wurde. Bei beiden Shows arbeitet er jeweils mit vier Comedians zusammen. Darüber hinaus war er als Schauspieler in der Pro7-Comedy-Serie „Das Büro“ zu sehen. Ab 18. Dezember 2005 spielt Ingolf Lück in einem Musical: Als Kerzenleuchter „Lumiere“ gehört er zur Premieren-Besetzung von Dieneys „Die Schöne und das Biest“ in Oberhausen.
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-17:59 )
 
Loriot   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Loriot (* 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel; eigentlich Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow) ist ein deutscher Komiker, Zeichner, Schauspieler und Regisseur
Leben Loriot wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Von Bülow entstammt einem alten preußischen Adelsgeschlecht. Sein Vater war preußischer Offizier. Seine Mutter starb früh; von Bülow wuchs mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder seit 1931 (?) bei Großmutter und Urgroßmutter auf, die in Berlin zusammen eine Wohnung hatten (schräg gegenüber, so Loriot, hätten Weizsäckers gewohnt, doch der spätere Bundespräsident, damals etwa zehn Jahre alt, sei ihm nicht aufgefallen). 1938 zog die Familie nach Stuttgart. Dort besuchte von Bülow ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 siebzehnjährig mit Notabitur verließ. Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn; es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in der Sowjetunion. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen, 1946 legte er das Abitur ab. Auf Anraten des Vaters studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule) in Hamburg von 1947 bis 1949. Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische „Knollennasenmännchen“. Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin „Die Straße“, im Anschluss für den Stern tätig. Seit dieser Zeit verwendete er den Künstlernamen Loriot, die französische Bezeichnung des Pirols, des Wappentiers der von Bülows. Pirol ist gleichzeitig die französische Übersetzung für den Vogel Bülow, der hierzulande auch unter dem Namen Goldamsel bekannt ist. Es folgten weitere Arbeiten für Weltbild und Quick. Die Aufträge waren jedoch nur jeweils von kurzer Dauer (er zeichnete beispielsweise nur sieben Folgen für den Stern). 1951 heiratete er seine Frau Rose-Marie, mit der er zwei Töchter hat, Bettina und Susanne. In der Folge versuchte Loriot, seine Zeichnungen als Buch herauszubringen; diverse deutsche Verleger (unter anderem Ernst Rowohlt) zeigten kein Interesse. Erst der Schweizer Diogenes Verlag sagte zu. 1954 erschien dort Loriots erster eigener Cartoonband (Auf den Hund gekommen). 1959 hatte er eine kleinere Rolle als Schauspieler in Bernhard Wickis Film Die Brücke, 1962 war er erneut mit einer Mini-Rolle als Meldeoffizier in Andrew Martons Kriegsfilm Der längste Tag vertreten. 1967 wechselte Loriot das Medium: Er moderierte zunächst die Fernsehsendung Cartoon für die ARD, die er auch als Autor und Co-Regisseur verantwortete. Loriots anfänglich reine Moderation wurde zunehmend zu einem eigenständigen humoristischen Element der Sendung; zudem brachte Loriot bald eigene Zeichentrickfilme ein und verließ damit künstlerisch die engen Rahmenbedingungen, die das Medium Zeitschrift seinen Zeichnungen auferlegt hatte. 1971 erschuf Loriot mit dem Zeichentrick-Hund Wum ein Maskottchen für die Aktion Sorgenkind in der ZDF-Quizshow Drei mal Neun, dem er selbst auch die Stimme verlieh. Zu Weihnachten 1972 wurde Wum dann zum Gesangsstar: Mit dem Titel Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze war er so erfolgreich, dass er für neun Wochen die Spitze der deutschen Hitparade innehielt. Dabei handelte es sich bei Wums Gesang um von Bülows Sprechgesang. Wum blieb auch in der Nachfolgesendung Der große Preis über all die Jahre bis in die 1990er Jahre hinein als Pausencartoon erhalten, bald schon als Duo zusammen mit dem Elefanten Wendelin und später mit einem Außerirdischen, der mit seiner Untertasse einschwebt, dem Blauen Klaus. Alle Sketche wurden von Loriot geschrieben, gezeichnet und gesprochen und endeten mit einer Aufforderung an die Zuschauer, sich an der Fernseh-Lotterie zu beteiligen. Mit dem Ende von Der große Preis endeten auch die Abenteuer von Wum und Wendelin. Heute sind Wum und Wendlin auf der letzen Seite des Gongs zu sehen. 1976 entstand die sechsteilige Fernsehserie Loriot, in der er sowohl gezeichnete wie auch selbst gespielte Sketche (letztere oft zusammen mit seiner Partnerin Evelyn Hamann) präsentiert. Diese Sketche erlangten einen legendären Ruhm in Deutschland, wurden noch 25 Jahre später regelmäßig wiederholt und sind inzwischen komplett auf DVD erhältlich. Eine besondere Liebe verbindet Loriot auch mit der klassischen Musik und der Oper. 1982 dirigierte er das humoristische Festkonzert zum 100sten Geburtstag der Berliner Philharmoniker, mit deren Geschichte er auch durch familiäre Beziehungen verbunden ist (Hans Guido von Bülow, der erste Chefdirigent der Philharmoniker, war ein entfernter Verwandter von Loriot). Seine Erzählfassung von Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere führte Loriot wiederholt mit dem Scharoun Ensemble auf, einem Kammermusikensemble aus Musikern der Berliner Philharmoniker. Als Opernregisseur inszenierte Loriot Friedrich von Flotows Martha (Stuttgart) und Carl Maria von Webers Der Freischütz (Ludwigsburg). 1988 drehte Loriot als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller den Film Ödipussi, 1990 folgte dann Pappa ante Portas. Loriot ist seit 2001 Ehrendoktor der Bergischen Universität Wuppertal, Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern (1998), des bayerischen Verdienstordens (1980) sowie etlicher Fernseh-, Film- und anderer Kulturpreise (Telestar 1986, Critici in erba 1986, Goldene Leinwand). Er wurde 1993 Ehrenbürger der Städte Brandenburg an der Havel und Münster sowie in seiner Wahlheimat Münsing am Starnberger See. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (seit 1993) und Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) (seit 1997). Im Juni 2003 wurde er Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin für das Fach Theaterkünste. Am 30. Oktober 2004 erhielt er den Jakob-Grimm-Preis. [Bearbeiten] Künstlerische Handschrift Loriots Cartoons leben vom Kontrast zwischen der dargestellten Situation, der dabei zur Schau getragenen Würde der Knollenmännchen und den Legendentexten. Eines dieser Elemente fällt immer aus dem Rahmen, etwa der Legendentext „Wir fordern die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, auch wenn der Säugling dabei vorübergehend an Gewicht verlieren sollte“, unter der Darstellung eines sich distinguiert ein Kleinkind an die Brust legenden knollennasigen Herren. Themen der Cartoons sind insbesondere das Alltagsleben, Szenen aus Familie und der bürgerlichen Gesellschaft. [Bearbeiten] Werke [Bearbeiten] Bekannte Sketche Im Spielzeugladen (die Vorgeschichte zu Weihnachten bei Hoppenstedts) („Wenn lhr Enkelkind ein Zipfelchen hat ...“) Weihnachten bei Hoppenstedts („Dicki möchte uns ein Gedicht aufsagen.“ – „Zickezacke Hühnerkacke!“; „Wir bauen uns ein Atomkraftwerk, und wenn wir es falsch machen, dann macht es Puff!“; „Früher war mehr Lametta!“) Das Jodeldiplom („Holleri du dödl di, diri diri dudl dö“) Auf der Straße („Benötigen Sie einen Weihnachtsmann? Ich bin Student ... “) Die Steinlaus (Grzimek-Parodie) Der Lottogewinner („Ich heiße Erwin Lottemann ...“) Kosakenzipfel („Man sollte eben auf Campingplätzen keine Bekanntschaften machen!“) Die Nudelkrise („Es gibt keine linke und keine rechte Nudel. Es gibt nur eine, deutsche Nudel!“) Zimmerverwüstung („Das Bild hängt schief!“) Das Klavier („Ein Klavier, ein Klavier!“) Skat („Ich kann Buben und Damen so schlecht auseinanderhalten ...“) Schmeckt’s? („Sie haben mir ins Essen gequatscht!“) Liebe im Büro („Sie machen mich ganz verrückt, Herr Meltzer!“; „Aber es muss gehen, andere tun es doch auch!“) Vertreterbesuch („Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!“; „Abgezapft und originalverkorkt von Pahlgruber & Söhne!“) Deutsch für Ausländer („Würde ich 4 Cousinen haben, wögen sie 312 Kilo.“) Die zwei Cousinen („Gwyneth Molesworth hatte für Lord Hesketh-Fortescue in Nether Addlethorpe einen Schlipth ... Verzeihung ...“) Bratfett und Geselligkeit: Salamo-Konzert („Es musste heißen: Brat fettlos mit Salamo-Bratfett ohne. Aber es stand geschrieben: O mo ne la sa mit brat brat ... äh nein ...“). Das Filmmonster („Wie – abnehmen? Was für eine Maske?“) K 2000 („... Kompaktschutzraum mit einer Essensration, die ... äh ... zirkuliert ...“) Liebesbriefe (unter der Verwendung des Stückes „Liebesleid“ von Fritz Kreisler) Die Bundestagsrede („Politik bedeutet – und davon sollte man ausgehen – das ist doch – ohne darum herumzureden, in Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden.“) Der Astronaut („Was war denn nun die größte Entfernung von der Erdoberfläche, in der Sie bisher gearbeitet haben?“ – „Also, wir arbeiten jetzt im dritten Obergeschoss.“) Der 7. Sinn: Tipps zur Autopflege im Winter („... verklemmte Achsschenkelbolzen mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig lösen ...“) Liebeserklärung mit Nudel im Gesicht: („... Sie haben da was ...“ – „Bitte sagen Sie jetzt nichts ...“) Im Flugzeug: („... Wir bekommen einen Lönsch ...“) Im Flughafen bei der Gepäckausgabe, 20 Herren mit gleich aussehenden Koffern: („Ich habe einen ziemlich langen.“ – „Na, kürzer ist meiner auch nicht!“) Der Bettenkauf („Wir sind nicht verheiratet.“ – „Und wozu brauchen Sie dann ein Ehebett?“; „Wenn meine Frau aufwacht, nimmt sie immer gern eine Tasse Tee mit etwas Gebäck.“) Advent-Gedicht („...In dieser wunderschönen Nacht hat sie den Förster umgebracht. Er war ihr bei des Heimes Pflege seit langer Zeit schon sehr im Wege...“) [Bearbeiten] Bekannte Trickfilmsketche Das Frühstücksei („Berta, das Ei ist hart!“ – „Zu viele Eier sind gar nicht gesund.“) Fernsehabend („Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe!“) Feierabend („Ich möchte einfach nur hier sitzen!“) Zwei Herren im Bad (Herr Müller-Lüdenscheidt: „Mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht!“, Dr. Klöbner: „Wissen Sie eigentlich, dass viele Menschen gar kein Bad besitzen?“ – Müller-Lüdenscheidt: „Ach! Sozi sind Sie wohl auch noch!“) Auf der Rennbahn (Tonspur: Wilhelm Bendow) „Ja, wo laufen sie denn?“) Der sprechende Hund („Bello! Sach mal: Neun Nonnen holen Kohlen zum Kohlenofen“) Wum und Wendelin (Der große Preis) Advent („In dieser wunderschönen Nacht hat sie den Förster umgebracht“) Der Familienbenutzer („Sie sollen den Familienbenutzer als Benutzer gebrauchen!“) Die Comedian Harmonists („Halthalthalt!“) [Bearbeiten] Bücher Die ISBN-Nummer und der Verlag beziehen sich auf die aktuelle Ausgabe. Reinhold Das Nashorn. Diogenes, 1954, ISBN B-0000-BSF4-D Auf den Hund gekommen. Diogenes, 1954, ISBN 3-2575-1001-2 Unentbehrlicher Ratgeber für das Benehmen in feiner Gesellschaft. Bärmeier und Nikel, 1955, ISBN B-0000-BL2H-J Glücklich auf den Leim gegangen. Bärmeier und Nikel, 1956, ISBN B-0000-BJPY-7 Wie wird man reich, schlank und prominent?. Bärmeier und Nikel, 1956, ISBN B-0000-BJPZ-B Wie gewinnt man eine Wahl?. Bärmeier und Nikel, 1957, ISBN B-0000-BPE0-1 Der gute Ton. Diogenes , 1957, ISBN 3-2575-1009-8 Der Weg zum Erfolg. Diogenes , 1958, ISBN 3-2575-1012-8 Wahre Geschichten erlogen von Loriot. Diogenes, 1959, ISBN 3-2575-1011-X Für den Fall.... Diogenes, 1960, ISBN 3-2575-1002-0 Umgang mit Tieren. Diogenes, 1962, ISBN 3-2575-1010-1 Nimm's leicht. Diogenes, 1962, ISBN 3-2575-1007-1 Loriots Wegweiser zum Erfolg. Ullstein, 1963, ISBN B-0000-BL2H-C Der gute Geschmack. Diogenes, 1964, ISBN 3-2575-1003-9 Neue Lebenskunst in Wort und Bild. Diogenes, 1966, ISBN 3-2575-1005-5 Loriots großer Ratgeber. Diogenes, 1968, ISBN 3-2570-1648-4 Loriots Tagebuch. Diogenes, 1970, ISBN 3-2572-0114-1 Loriots kleine Prosa. Diogenes, 1971, ISBN 3-2572-0013-7 Loriots kleiner Ratgeber. Diogenes, 1971, ISBN 3-2572-0161-3 Loriots Wum und Wendelin. Diogenes, 1977, ISBN 3-2570-0963-1 Loriots Mini-Ratgeber. Diagones, 1980, ISBN 3-2577-9024-4 Die Ehe für Anfängerinnen. Diogenes, 1981, ISBN 3-25700-676-4 Loriots dramatische Werke. Diogenes, 1981, ISBN 3-2570-1650-6 Möpse und Menschen. Diogenes, 1983, ISBN 3-2570-1653-0 Szenen einer Ehe. Diogenes, 1986, ISBN 3-2575-1008-X Loriots kleines Tierleben von B bis Z. Diagones, 1986, ISBN 3-2577-9025-2 Loriot. Diogenes, 1988, ISBN 3-2570-2045-7 Loriots Ödipussi. Diogenes, 1988, ISBN 3-2570-1762-6 Pappa ante portas. Diogenes, 1991, ISBN 3-2570-1886-X Herren im Bad. Diogenes, 1997, ISBN 3-2570-2060-0 Enkel für Anfänger. Diogenes, 1998, 3-2570-0794-9 Große Deutsche. Diogenes, 1998, ISBN 3-2570-2067-8 [Bearbeiten] Kino/Fernsehen Der längste Tag (1962); Loriot in einer Nebenrolle als deutscher Offizier Evelyn und die Männer (ZDF, 1987); Loriot als Autor und Hauptdarsteller einer Episode; mit Evelyn Hamann, Dagmar Berghoff, Hans Clarin, Peter Fricke, Ruth-Maria Kubitschek u.a.; Regie Rolf von Sydow Ödipussi (1988) mit Evelyn Hamann; Katharina Brauren; Edda Seippel; Walter Hoor; Dagmar Biener uvm. - Kamera: Xaver Schwarzenberger „Darf ich da mal ein ganz frisches Steingrau empfehlen?“) Pappa ante Portas (1991) mit Evelyn Hamann; Gerrit Schmidt-Foß; Irm Hermann; Hans-Peter Korff uvm. - Kamera: Gerard Vandenberg „Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!“ „Krawehl! Krawehl! Taubtrüber Ginst am Musenhain; Trübtauber Hain am Musenginst. Krawehl! Krawehl!“ ) [Bearbeiten] Theater/Oper Inszenierung der Oper „Martha“ von Friedrich von Flotow an der Staatsoper Stuttgart (Regie, Bühnenbild und Kostüme) (1986) Inszenierung der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber bei den Schlossfestspielen Ludwigsburg (1988) neue, verbindende Texte zu „Der Ring des Nibelungen“ (zusammengefasst zu einem Abend) (Richard Wagner) am Nationaltheater Mannheim (1992); auch auf CD aufgenommen neue, verbindende Texte zur konzertanten Aufführung von „Candide“ (Leonard Bernstein) am Staatstheater am Gärtnerplatz, München (1999)
( Stimmen : 4   Bewertung : 3.25   Eingetragen am : 22-11-2005-17:57 )
 
Theo Lingen   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Franz Theodor Lingen (* 10. Juni 1903 in Hannover; † 10. November 1978 in Wien; eigentlich Franz Theodor Schmitz) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Buchautor. Er war verheiratet mit der Sängerin Marianne Zoff, der ersten Frau Bertolt Brechts.
Franz Theodor Lingen (* 10. Juni 1903 in Hannover; † 10. November 1978 in Wien; eigentlich Franz Theodor Schmitz) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Buchautor. Er war verheiratet mit der Sängerin Marianne Zoff, der ersten Frau Bertolt Brechts. [[1]]Foto von Theo Lingen Theo Lingen war Sohn eines Justizrates. Er besuchte das Königliche Goethegymnasium (Vorgänger der Goetheschule) in Hannover, das er allerdings ohne Abschluss verließ. Bei Proben für eine Schulaufführung im Boulevard-Theater Schauburg wurde sein schauspielerisches Talent entdeckt. Den Namen der Geburtsstadt seines Vaters, Lingen im Emsland, nahm er als Künstlernamen an. 1922 spielte er am Residenztheater Hannover, 1923 in Halberstadt, 1924 in Münster, 1926 in Recklinghausen. Auf der Bühne erwarb sich Theo Lingen früh den Ruf eines superben Charakterkomikers, dessen virtuos-marionettenhafte Pointenarbeit immer wieder bewundert wurde. Dem breiten Publikum wurde Theo Lingen jedoch vor allem als Filmkomiker bekannt. Insgesamt wirkte er in über 200 Filmen mit, darunter viele Filmklamotten, oft Seite an Seite mit Hans Moser und Heinz Rühmann und häufig in der Rolle eines Lehrers oder eines Kammerdieners. Allen bekannt ist er als Schuldirektor Taft in der Filmserie Die Lümmel von der ersten Bank. Er spielte auch zweimal den "Sir David Lindsay" in Karl-May-Filmen, einmal in Die Sklavenkarawane (1958) und in Der Löwe von Babylon (1959). Da seine Frau Halbjüdin war und er somit bei den Nazis im Dritten Reich als "jüdisch versippt" galt, was normalerweise einem Berufsverbot gleichkam, spielte Lingen mit dem Gedanken, ins Exil zu gehen. Er erhielt aber aufgrund seiner Popularität eine Sondergenehmigung und konnte so weiter auftreten. 1944 verlegte er seinen Wohnsitz nach Wien. Ab 1948 wirkte er als Charakterdarsteller am Wiener Burgtheater. Als Gastdarsteller war er allerdings auch auf bundesdeutschen Theaterbühnen immer wieder zu sehen. Legendär sind seine Carl Sternheim-Rollen unter der Regie von Rudolf Noelte. Der privat als ungemein ernst, still und belesen geschilderte Theo Lingen schrieb außerdem den Erzählband "Das kann doch nicht wahr sein". Theo Lingen starb 1978 im Alter von 75 Jahren in Wien. Die Stadt Wien widmete dem Wahlwiener Theo Lingen ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof. [Bearbeiten] Filmografie Das Testament des Dr. Mabuse, 1933 Kleiner Mann - was nun?, 1933 Jetzt schlägts 13 Opernball Wiener Blut Die Sklavenkarawane, 1958 Der Löwe von Babylon, 1959 Heidi (1952) Heidi und Peter, 1955 Immer Ärger mit den Paukern, 1968 Zum Teufel mit der Penne, 1968 Pepe, der Paukerschreck, 1969 Hurra, die Schule brennt!, 1969 Wir hau'n die Pauker in die Pfanne, 1970 Die Feuerzangenbowle, 1970 Morgen fällt die Schule aus, 1971 Betragen ungenügend, 1972
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-17:54 )
 
Hans-Joachim Kulenkampff   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Hans-Joachim Kulenkampff (* 27. April 1921 in Bremen; † 14. August 1998 in Seeham (Flachgau, Österreich)) war ein deutscher Schauspieler und Fernsehmoderator; er selbst bezeichnete sich oft als Quizmaster.
Leben Kulenkampff studierte nach dem Abitur Schauspiel am Deutschen Theater in Berlin. Danach wurde er zum Wehrdienst eingezogen. Seit 1946 spielte er sehr erfolgreich Theater. 1950 begann er als Rundfunkansager zu arbeiten. 1948 heiratete er seine Frau Traudl, mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte. Zu einem Liebling des Fernsehpublikums wurde "Kuli" durch seinen Charme und seine Schlagfertigkeit als Moderator von TV-Sendungen. Auf der Funkausstellung startete am 29. August 1953 seine erste Show "Wer gegen wen?".1958 und 1961 spielte Kulenkampff zusammen mit Heinz Erhardt in den Filmen "Immer die Radfahrer" und "Drei Mann in einem Boot". Von 1964 bis 1987 moderierte er 82-mal die erfolgreiche Quizsendung "Einer wird gewinnen". In der ARD war er von 1985 bis 1990 fast 2000-mal als Vorlesender der "Nachtgedanken" kurz vor Sendeschluss zu sehen. Hans-Joachim Kulenkampff starb an einer Krebserkrankung in seinem Wahlheimatort Seeham. [Bearbeiten] Anekdoten Für einen Skandal sorgte Kulenkampff am 15. Januar 1989 als Gast der NDR-Talkshow, als er über den ebenfalls anwesenden damaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler sagte, dass dieser ein Hetzer sei, "schlimmer als Goebbels". Kulenkampff sagte nach der Sendung dann "Warum habe ich Rindvieh nur nicht 'der schlimmste seit ...' statt 'schlimmer als ...' gesagt? Kein Aas hätte mir da an den Wagen fahren können." Am 29. Januar 1989 lud der NDR die Kontrahenten erneut ein und es kam zu einer öffentlichen Entschuldigung durch Kulenkampff. [Bearbeiten] Filme Filme, in denen Hans-Joachim Kulenkampff mitwirkte, waren unter anderen: Drei Mann in einem Boot Darsteller: Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kulenkampff, Walter Giller, Regie: Helmut Weiss Der Roman:Drei Mann in einem Boot von Jerome K. Jerome ist an sich eine ernste Geschichte. Drei erwachsene Männer entschließen sich zu einer Fahrt über einen Fluss. Sie wollen Jugenderinnerungen austauschen, noch einmal erleben, wie es ist, ungebunden zu sein. Immer die Radfahrer - Darsteller: Heinz Erhardt, Mady Rahl, H.J.Kulenkampff hatte nur eine kleine Rolle. Regie: Hans Deppe Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin Darsteller: Hans-Joachim Kulenkampff, Martin Held Regie: Harald Reinl Klein, aber Mein - Die große Zeit der kleinen Autos Darsteller: Hans-Joachim Kulenkampff [Bearbeiten] Quizsendungen im Fernsehen 1953 - 56: Wer gegen wen? 1956 - 57: Zwei auf einen Pferd 1957 - 58: Die glücklichen Vier 1958 - 59: Sieben auf einen Streich 1959 - 60: Quiz ohne Titel (nach kurzer Zeit umbenannt in: Der große Wurf) 1961: Kleine Stadt - ganz groß 1964 - 87: Einer wird gewinnen 1977: Wie hätten Sie's denn gern? [Bearbeiten] Werke Segeln lernen mit Hans Joachim Kulenkampff : ein Kurs bis zum A-Schein. - München : Heyne, 1974 [Bearbeiten] Literatur Herzogenrath, Carola: Hans-Joachim Kulenkampff im deutschen Fernsehen : charakteristische Formen der Moderation. - Bardowick : Wissenschaftler-Verl., 1991. - ISBN 3-89153-016-1 Siehe auch: Showmaster, Talkmaster [Bearbeiten] Weblinks Wikiquote: Hans-Joachim Kulenkampff – Zitate Literatur von und über Hans-Joachim Kulenkampff im Katalog der DDB Hans-Joachim Kulenkampff in der Internet Movie Database Realplayer-Stream NDR-Talkshow 15. und 29. Januar 1989 Personendaten NAME Kulenkampff, Hans-Joachim ALTERNATIVNAMEN KURZBESCHREIBUNG Schauspieler und Fernsehmoderator GEBURTSDATUM 27. April 1921 GEBURTSORT Bremen STERBEDATUM 14. August 1998 STERBEORT Seeham (Flachgau, Österreich) Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Joachim_Kulenkampff"
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-17:53 )
 
Mike Krüger   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Mike Krüger (* 14. Dezember 1951 in Ulm, bürgerlich Michael Friedrich Wilhelm Krüger) ist ein deutscher Kabarettist und Sänger.
Er ist seit 1976 mit Birgit Loeper verheiratet, lebt in Quickborn und hat eine Tochter Nina-Kristin (geb. 1979). Nach dem Abitur, seiner Zeit als Grundwehrdienstleistender bei der Marine und einer Lehre als Betonbauer, während der er auch am Hamburger Elbtunnel tätig war, begann er ein Architekturstudium, das er nach seinem ersten Plattenerfolg (Mein Gott, Walter) an den Nagel hängte. Weitere Plattenerfolge folgten (1980 Der Nippel, 1983 Bodo mit dem Bagger, 1988 Welthits aus Quickborn). Der Nippel schaffte es sogar auf Platz 1 der deutschen Charts. Ab 1982 drehte Mike Krüger gemeinsam mit Thomas Gottschalk die ebenfalls erfolgreichen Unterhaltungsfilme Piratensender Powerplay, Die Supernasen, Zwei Nasen tanken Super (eine Anspielung auf die langen Nasen der beiden Darsteller) und Die Einsteiger. Im Fernsehen machte er als TV-Moderator Karriere - Vier gegen Willi lief ab 1986 drei Jahre lang im Samstagabendprogramm der ARD. Nach zwei weniger erfolgreichen Moderationen bei SAT.1 präsentiert Krüger zur Zeit in der Show Krüger sieht alles bei RTL jeweils eine halbe Stunde lang Stilblüten aus der internationalen Welt des Fernsehens. Ebenfalls bei RTL gehört Mike Krüger seit 1996 zur Stammbesetzung der von Rudi Carrell produzierten Freitagabendshow 7 Tage, 7 Köpfe. Am 13. Oktober 1984 sorgte Mike Krüger für Aufsehen, als er im ZDF-Sportstudio vier Treffer beim Schießen auf die Torwand erreichte und damit erfolgreicher abschnitt als etwa Jürgen Klinsmann, Stefan Effenberg oder Gerd Müller.
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-17:51 )
 
Diether Krebs   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Diether Krebs (* 11. August 1947 in Essen; † 5. Januar 2000 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler, Kabarettist und Komiker.
Leben und beruflicher Werdegang [Bearbeiten] Jugend und erste Erfolge Diether Krebs wurde am 11. August 1947 in Essen als Sohn eines Schreibwarenhändlers geboren. Sein Patenonkel war der Essener Rechtsanwalt, SPD-Politiker und zeitweilige Justiz- und Finanzminister von NRW, Diether Posser. Bereits während seiner Schulzeit am Humboldt-Gymnasium in Essen sammelte er erste Theatererfahrungen. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der renommierten Folkwangschule und hatte sein erstes Engagement am Theater Oberhausen; kleinere Filmrollen folgten. Berühmtheit erlangte Krebs 1973 durch seine Rolle als „Michael Graf“, schnodderiger „Sozi“-Schwiegersohn von „Alfred Tetzlaff“ (Heinz Schubert) in Wolfgang Menges Fernsehserie Ein Herz und eine Seele; seine Ehefrau spielte Hildegard Krekel. Wegen Unstimmigkeiten mit dem produzierenden WDR stieg er gemeinsam mit Ekel-Alfred-Gattin Elisabeth Wiedemann 1974 aus der Serie aus. In der Folgezeit blieb Krebs in zahlreichen Rollen auf dem Bildschirm präsent, sowohl in leichten Unterhaltungsserien als auch in anspruchsvollen Fernsehspielen: 1975 holte ihn Peter Zadek neben Heinz Bennent, Hannelore Hoger und Hermann Lause für Eiszeit vor die Fernsehkamera; 1980 spielte er neben u. a. Eberhard Feik eine Hauptrolle in Die Judenbuche nach der Erzählung von Annette von Droste-Hülshoff. [Bearbeiten] Der Krimi-Darsteller 1978 wechselte der Schauspieler ins Krimi-Ressort: Acht Jahre lang, von 1978- 1986, gab er neben Werner Kreindl und Bernd Herzsprung den stets mürrischen Ermittler Herle in der Serie SOKO 5113. Sein Auftritt als Tatort-Kommissar 1979 war kurz; nur einmal verkörperte Diether Krebs den Ermittler Nagel: in der Folge "Alles umsonst" unter der Regie von Hartmut Griesmayr; als Gaststar war er jedoch häufiger im Tatort, später u. a. auch im Polizeiruf 110 und in Der Alte zu sehen. [Bearbeiten] Der Komiker und Kabarettist Erfolgreicher agierte Krebs als Kabarettist und als Komiker: 1981 gehörte er neben Beatrice Richter und Klaus Havenstein zum Stammteam von Rudis Tagesshow von und mit Rudi Carrell. Die Persiflage auf die Tagesschau mit vielen politischen Anspielungen wirbelte viel Staub auf; auch diese Serie verließ Krebs wegen Unstimmigkeiten mit dem produzierenden Sender. Kultstatus erlangte Diether Krebs mit der Comedy-Serie Sketchup von 1985-1987. Zunächst mit Beatrice Richter, später mit Iris Berben als Partnerin überzeugte der Schauspieler als wandlungsfähiger Komödiant in wechselnden Rollen und Kostümierungen. Auch im Ausland, u. a. in Belgien, war Sketchup sehr populär. Mit Serien wie Knastmusik (1989, mit u. a. Rolf Zacher) und Lauter nette Nachbarn (1990, mit u. a. Diana Körner) festigte Diether Krebs seinen Ruf als komödiantischer Darsteller. [Bearbeiten] Der Schauspieler, Sänger und Moderator In den folgenden Jahren pendelte Diether Krebs nahezu nahtlos zwischen Klamotte und Qualität: 1986 gab er den Friseur Hupsi in Helmut Dietls Erfolgs-Mehrteiler Kir Royal; 1993 übernahm er eine Rolle in der Katastrophenfilm-Satire Möbius von Matti Geschonneck; dazwischen agierte er 1991 als namenloser Fernfahrer in der Wende-Komödie Go Trabi go von Peter Timm. Im selben Jahr stürmte er als Sänger die deutschen Charts: Als tumber "Müsli-Man" Martin mit Rentier-Strickpullover, Zottelhaar und Hasenzähnen („Ich bin der Martin - ne!“) wurde er für einige Zeit zur Kultfigur der Disco-Szene und verkörperte diesen Charakter auch weiterhin bei Bühnenauftritten. Krebs trat auch als Moderator auf und moderierte u. a. seit 1996 die Silvester-Gala des MDR. [Bearbeiten] Schwierige Jahre und Comeback Diether Krebs' letzte Lebensjahre waren gekennzeichnet durch wachsende Erfolglosigkeit und schwere Krankheit. Seine RTL-Show R.O.S.T. - Die Diether Krebs-Show (1993, u. a. mit Hugo Egon Balder und Jochen Busse), in der Krebs drei Rollen gleichzeitig spielte, wurde nach dreizehn Folgen abgesetzt. Auch die SAT.1-Comedy-Serie Der Dicke und der Belgier mit dem flämischen Komiker Carry Coossens wurde 1998 wegen schlechter Quote eingestellt. Da war der Schauspieler schon schwer herzkrank und musste sich einer Herzoperation unterziehen. In dieser Zeit entwickelte Diether Krebs eine neue Bühnenfigur: Herr Krups (in Personalunion mit Mutti Hildegard Krebs: „Ich bin alt und trotzdem geil“): ein drolliger Vertreter mit Pepita-Hut, Hornbrille und schiefen Zähnen. Mit diesem Programm startete Krebs 1998 von Berlin aus eine Tournee, auf der er auch eine eigene Version der Ruhrpott-Hymne auf die Currywurst zum Besten gab: der Text zu dem durch Herbert Grönemeyer bekannt gewordenen Song stammt aus seiner Feder. [Bearbeiten] Die letzte Rolle 1999 spielte Diether Krebs seine letzte Rolle in der Ruhrpott-Actionkomödie Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding. Als schleimiger Spediteur Werner Kampmann zog er u.a. neben Ralf Richter und Martin Semmelrogge unter der Regie von Peter Thorwarth noch einmal alle Register seines komödiantischen Könnens; Filmkritikern gilt dies als Krebs' beste Rolle in seiner Laufbahn. Bereits drei Jahre zuvor hatte er 1996 in einem 15-minütigen Kurzfilm desselben Regisseurs mitgewirkt, als dieser noch Student an der Hochschule für Fernsehen und Film München war: Was nicht passt, wird passend gemacht. Auch in der langen Verleih-Version sollte Krebs wieder den "Bauherrn" Willi Wiesenkamp geben: acht Monate vor Drehbeginn starb Diether Krebs an den Folgen eines Lungenkrebsleidens. Ihm zu Ehren ist er in einer Einblendung auf einer Fotomontage gemeinsam mit seinem „Ersatz“ Dietmar Bär, der seinen Filmsohn Werner spielt, zu sehen. [Bearbeiten] Filmographie 1970: Die tollkühnen Penner 1974: Die Eiszeit (Regie: Peter Zadek) 1979: Tatort - Alles umsonst (Regie: Hartmut Griesmayr) 1990: Go, Trabi, Go 1999: Bang Boom Bang (Regie: Peter Thorwarth)
( Stimmen : 6   Bewertung : 4.00   Eingetragen am : 22-11-2005-17:50 )
 
Dieter Hallervorden   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Dieter Hallervorden (* 5. September 1935 in Dessau, Anhalt, heute Sachsen-Anhalt) ist ein deutscher Komiker, Moderator und Kabarettist
Leben Dieter Hallervorden studierte Romanistik, Publizistik und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin. Er war Mitglied der Burschenschaft Rugia in Berlin. Nach der Übersiedlung nach West-Berlin gründet er dort die Kabarettbühne Die Wühlmäuse, der er auch heute noch als Direktor angehört. Schon bald folgen Fernseh- und Filmauftritte, unter anderem im Aufsehen erregenden Fernsehfilm Das Millionenspiel (1970), in dem er den Gangsterboss Köhler spielt. In den Serien Abramakabra, Grand Gala und Das Läster - Lexikon profiliert er sich als Satiriker und Komiker. Der Durchbruch folgte 1975 mit der Slapstick-Reihe Nonstop Nonsens im Süddeutschen Rundfunk, die bis zu ihrem Ende 1980 Rekordquoten erreichte. Zu den bekanntesten Nonstop Nonsens-Sketchen zählen der "Zumsel" und "Flasche Pommes", auch bekannt als "Palim-Palim". In dieser Zeit bringt Hallervorden auch einige erfolgreiche Schallplatten und Singles heraus. Die erfolgreichsten Titel waren Ich bin der schönste Mann in unserer Mietskaserne (1976), Du, die Wanne ist voll (1978, Duett mit Helga Feddersen), Fatima - heut ist Ramadan (1979), Punker Maria (1981), Tierischer Tango (1981) und Der Würger vom Finanzamt (1982). Ab 1980 widmet er sich verstärkt dem Kino, oft als Drehbuchautor und Schauspieler in Personalunion. Insgesamt bringt er bis 1992 10 Kinofilme heraus. Die tollpatschige Hauptfigur Didi wird nun schnell zu seinem Markenzeichen und Didi zu seinem Spitznamen. 1992 kehrt er zum politischen Kabarett zurück, zunächst auf SAT 1 mit 21 Folgen der Sendung Spottschau und von 1994 bis 2003 in der ARD mit Hallervordens Spott-Light. Für die ARD moderiert er auch von 1996 bis 1997 die Sendung Verstehen Sie Spaß? und produziert 2000 12 Folgen der Familien-Komödie Zebralla. Nach dem Ende von Spott-Light verabschiedet er sich vorerst vom Fernsehen. Mit seinem Solo-Programm Mit Dem Gesicht kann er auch im Alter noch einen großen Erfolg im Theater der Wühlmäuse in Berlin feiern. Dieter Hallervorden hat vier Kinder: mit Rotraud Schindler (1.Ehe) - Nathalie, Dieter jr., mit Maria Heid (Beziehung) - eine Tochter und mit Elena Blume (2.Ehe) - Johannes. Er lebt mit seiner Frau Elena und Sohn Johannes abwechselnd auf seinem schlossartigen Insel-Anwesen in Trégastel (Bretagne) und in Berlin. Hallervorden ist Mitglied im Verein Deutsche Sprache. Seine Autobiografie erschien zu seinem 70. Geburtstag Anfang September 2005. [Bearbeiten] Filmografie 1969 - Darf ich Sie zur Mutter machen? 1970 - Das Millionenspiel (nur Darsteller) 1972 - Tatort - Rattennest (TV) 1973 - Abramakabra (TV Serie) 1973 - Kara Ben Nemsi Effendi (TV Serie) 1974 - Mein Onkel Benjamin (TV) 1974 - Der Springteufel (TV, Anhalter (Springteufel)) 1975–1980 Nonstop Nonsens (Serie, Darsteller und Drehbuch) 1981 - Ach du lieber Harry (Darsteller und Drehbuch) 1981 - Alles im Eimer (nur Darsteller) 1983 - Zelleriesalat (TV Serie) 1983 - Der Schnüffler (nur Darsteller) 1983 - Wunderland (TV, Nebenrolle als Till Eulenspiegel) 1984 - Didi, Der Doppelgänger (Doppelrolle und Drehbuch) 1985 - Didi und die Rache der Enterbten (nur Darsteller) 1986 - Didi auf vollen Touren (Darsteller und Drehbuch) 1985-86 Didi der Untermieter (Die Nervensäge) (TV Serie) 1987 - Laus im Pelz 1989 - Die Didi-Show 1990 - Bei mir liegen Sie richtig (nur Darsteller) 1992 - Alles Lüge (nur Darsteller) 2000 - Zebralla! (TV Serie) 1994-2003 - Hallervordens Spott-Light (Darsteller und Drehbuch) [Bearbeiten] Auszeichnungen 1996 Telestar Beste Moderation Unterhaltung für "Verstehen Sie Spaß?" [Bearbeiten] Weblinks Wikiquote: Dieter Hallervorden – Zitate Dieter Hallervorden in der Internet Movie Database Die Wühlmäuse Forum und Fangemeine zu den DVD Filmen Ausführliche Informationen auf der Didi Hallervorden-Fanpage Ausführliche Informationen auf der Seite Dieter Hallervorden Rezension zur Autobiographie Wer immer schmunzelnd sich bemüht ..., erschienen im September 2005 bei Schwarzkopf & Schwarzkopf
( Stimmen : 0   Bewertung : 0.00   Eingetragen am : 22-11-2005-17:49 )
 
Heinz Erhardt   [Bewertung] [Bewertungs Analyse]   
Heinz Erhardt (* 20. Februar 1909 in Riga; † 5. Juni 1979 in Hamburg-Wellingsbüttel) war ein deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter.
Leben [Bearbeiten] Kindheit Heinz Erhardt war der Sohn des deutsch-baltischen Kapellmeisters Gustl Erhardt. Erhardt wuchs größtenteils bei seinen Großeltern in Riga auf, wo sein Großvater Paul Nelder ein Musikhaus führte. Über seinen Großvater kam Heinz Erhardt auch zum Klavierspiel. Erhardts Jugendtraum, Pianist zu werden, wurde aber von den Großeltern nicht unterstützt. Sein Großvater wollte, dass Erhardt eine kaufmännische Ausbildung erhält, und stellte seinen Enkelsohn als Lehrling in seinem Musikhaus ein. [Bearbeiten] Ehe Im Jahr 1935 heiratete Heinz Erhardt die Konsulstochter Gilda Zanetti, die er, wie er schreibt, in einem Fahrstuhl kennen gelernt hat. Aus der Ehe gingen vier Kinder (Grit (1936), Verena (1940), Gero (1943) und Marita (1944)) hervor. Darunter der einzige Sohn Gero Erhardt, der sich als Kameramann und Regisseur hervor getan hat. [Bearbeiten] Karriere 1938 holte Willi Schaeffers Heinz Erhardt in Berlin an das Kabarett der Komiker. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch Erhardt als Soldat einberufen. Bei zwei Musterungen wurde er wieder nach Hause geschickt, bei der dritten kam er – als Nichtschwimmer und Brillenträger – zur Marine nach Stralsund, die für ihr Orchester einen Klavierspieler suchte. Nach dem Krieg ließ sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg-Wellingsbüttel nieder und begann seine Karriere als Radiomoderator beim NWDR fortzuführen, der 1948 auch den Komponisten Erhardt mit seiner "10-Pfennig-Oper" ins Programm nahm. [Bearbeiten] Humor Sein Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In vielen seiner Filmrollen spielt er eine Art netten, aber etwas verwirrten und schüchternen Onkel, der gerne Unsinn erzählt. Gleichzeitig versuchte er in seinen Filmen meist, den typischen Deutschen aus der Zeit des Wirtschaftswunders darzustellen. U. a. diente er Otto Waalkes und Willy Astor als Vorbild. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte. [Bearbeiten] Eigenheiten Auffallend an Erhardt war, dass er an einem sehr ausgeprägten Lampenfieber litt. Für seine Bühnenauftritte hatte er sich deshalb eine Brille mit Fensterglas zugelegt. Er war auf der Bühne also mehr oder minder fast blind, musste aber auch sein Publikum nicht sehen. Zudem nahm Erhardt vor Auftritten unter dem Vorwand, hinsichtlich der Bühnenbeleuchtung noch etwas klären zu müssen, oft einen „doppelten Dornkaat“ (ein Kornbrand, von ihm kurz als "Dodo" bezeichnet) zu sich. Mit dem vorgeschobenen Grund wollte Erhardt diese Angewohnheit vor seiner Frau verbergen. [Bearbeiten] Ehrungen,Krankheit und Tod Am 11. Dezember 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, bei dem das Sprachzentrum in seinem Gehirn zerstört wurde, so dass er zwar lesen und verstehen, aber nicht mehr sprechen und schreiben konnte. Er zog sich ins Privatleben zurück und starb vier Tage nachdem er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen bekommen hatte. Zuvor hatte er nur eine Auszeichnung bekommen: Von der 1972 veröffentlichten LP „Was bin ich wieder für ein Schelm“ waren bis 1978 über 200.000 Exemplare verkauft worden. Die Plattenfirma TELDEC und der Verlag Klemner und Müller überreichten Heinz Erhardt dafür am 31. Mai 1978 „Das Goldene Gedicht“, eine kilogrammschwere Tafel mit Erhardts Gedicht vom „Blähboy“. Im Nachlass von Heinz Erhardt fanden sich eine Reihe von Klavier-Kompositionen, die er zwischen 1925 und 1931 geschrieben hat, und von denen 23 Stücke 1994 auf CD veröffentlicht wurden. [Bearbeiten] Werke [Bearbeiten] Gedichte (Auswahl) Die Made Ein Naßhorn Ritter Fips von Fipsenstein (Gedichtzyklus) Eßt mehr Fisch (Das Meer reicht bis zum Strande...) König Erl Der Berg Die Katze Der Schauspieler Der Geiger Die Tänzerin Der Apfelschuss Der Muselmann Die Glocke Archimedes Der Tauchenichts Vom alten Fritz Der Wahlredner Das Blümchen ("schrieb" er mit 6 Jahren) Der Einsame An meine Brille Die Turmuhr Der Mathematiker Das Echo Drei Bären [Bearbeiten] Musiktitel Immer wenn ich traurig bin Immer noch ’nen Groschen für die Musikbox Ach, wenn ich doch im Lotto mal sechs Richt’ge hätt’ Fährt der alte Lord fort Linkes Auge blau Skatpolka [Bearbeiten] Filmographie 1949 Gesucht wird Majora 1950 Liebe auf Eis (Männer um Angelika) 1955 Drei Tage Mittelarrest 1956 Ich und meine Schwiegersöhne 1956 Die gestohlene Hose 1956 Mädchen mit schwachem Gedächtnis 1956 II-A in Berlin (Drei Bayern an der Spree) 1957 Der müde Theodor 1957 Witwer mit fünf Töchtern 1958 Immer die Radfahrer 1958 So ein Millionär hat’s schwer 1958 Vater, Mutter und neun Kinder 1958 Der Haus-Tyrann 1959 Natürlich die Autofahrer 1959 Drillinge an Bord 1960 Der letzte Fußgänger 1960 Kauf’ Dir einen bunten Luftballon 1960 Mein Mann, das Wirtschaftswunder 1961 Ach Egon! 1961 Drei Mann in einem Boot 1961 Freddy und der Millionär 1962 Die Post geht ab 1962 Axel Munthe, der Arzt von San Michele 1962 Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett 1963 Apartment-Zauber 1964 Wenn man Baden geht auf Teneriffa 1964 Die große Kür 1965 Der Ölprinz 1965 Das Vermächtnis des Inka 1966 Das gewisse Etwas der Frauen 1968 Otto ist auf Frauen scharf 1969 Charleys Onkel 1969 Warum hab’ ich bloß zweimal Ja gesagt (Der Liebestolle Schlafwagenschaffner) 1969 Klein Erna auf dem Jungfernstieg 1969 Die Herren mit der weißen Weste 1970 Was ist denn bloß mit Willi los (Grüße Sie Gott, Frau Stirnima!) 1970 Das kann doch unsern Willi nicht erschüttern 1971 Unser Willi ist der Beste 1971 Willi wird das Kind schon schaukeln [Bearbeiten] Theaterstücke 1967 Aktien und Lorbeer 1969 Das Hat Man Nun Davon (Nach dem Lustspiel "Wem Gott Ein Amt Gibt" von Wilhelm Lichtenberg) [Bearbeiten] Musik Die Zehnpfennigoper (1948), herausgegeben 1979 bei Haer, Hamburg, Nr. 200279 Noch 'ne Oper (ZDF, 1979), Regie: Claus Peter Witt Heinz Erhardt: Klavierkompositionen, Eurostar GmbH [Bearbeiten] Diskografie Heinz Erhardt - wie er leibt und lebt, 1969 (LP) Heinz Erhardt - heute wieder ein Schelm, 1972 (LP) Heinz Erhardt - was bin ich wieder für ein Schelm, 1972 (2 LPs) Heinz Erhardt - das große Lachen, 1977 (2 LPs) Noch'n Lied - Unvergessener Heinz Erhardt, 1979 (LP) Heinz Erhardt als „Willi Winzig“ in „Das hat man nun davon“, 1979 (2 LPs) Portrait Heinz Erhardt, 1981 (2 LPs) Profile: Heinz Erhardt, (LP) Heinz Erhardt - noch'n Gedicht, 1983 (4 LPs) Heinz Erhardt - Humor ist Trumpf, 1984 (2 LPs) [Bearbeiten] Literatur Berthold, Grit; Haaker, Verena; Malicke, Marita: Heinz Erhardt privat (ISBN 3830330510), geschrieben von den Töchtern Heinz Erhardts. Manfred Hobsch & Michael Petzel: Heinz Erhardt - Mopsfidel im Wirtschaftswunderland (ISBN 3-89602-498-1), ein hervorragender Bildband über die schönsten Filme Heinz Erhardts aus den fünfziger und sechziger Jahren, erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf. Unvergeßlicher Heinz Erhardt. Rowohlt, 80er ISBN 3-499-14245-7 Erhardt, Heinz: Noch'n Gedicht - ISBN 3830330472 Erhardt, Heinz: Das große Heinz-Erhardt-Buch - ISBN 3442066786 Erhardt, Heinz: Von der Pampelmuse geküßt Gedichte, Prosa, Szenen Herausgegeben von Heinrich Detering, Philipp Reclam Verlag jun., Stuttgart 2002/2005 - ISBN 3-15-018332-4 Rolf Thissen: Heinz Ehrhardt und seine Filme, Heyne Filmbibliothek - ISBN 3-453-86089-6 [Bearbeiten] Weblinks Heinz Erhardt in der Internet Movie Database Literatur von und über Heinz Erhardt im Katalog der DDB Offizielle Internetseite Bio- und Filmografie Heinz Erhardt Gedenkbuch Gesammelte Verweise Heinz-Erhardt-Revue Wikiquote: Heinz Erhardt – Zitate
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